Gerhard Merz (SPD): Bedingungen für Pflege optimieren und Altenpflege stärken – Guter Lohn für gute Arbeit = gute Pflege!

23.11.2017

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Gerhard Merz, hat bessere Bedingungen für Pflegebedürftige und Pflegefachkräfte gefordert. Merz sagte am Mittwoch in Wiesbaden: „Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt. Parallel dazu steigt die Zahl der offenen Stellen von Pflegekräften: 2010 wurden bereits 4.857 Altenpflegerinnen und Altenpfleger gesucht. Und die Nachfrage ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Im Jahr 2035 erwartet uns ein zusätzlicher Bedarf von 7.276 Altenpflegern/innen (= 58 Prozent)! Tatsache ist auch, dass das Leistungsspektrum in den Gesundheitseinrichtungen in den letzten Jahren erheblich erweitert worden ist, das Personal aber nicht. Angesichts dieser alarmierenden Zahlen und Fakten ist unverzügliches und konsequentes Handeln der Landesregierung erforderlich, um die Altenpflege zu unterstützen und Nachwuchs zu gewinnen!“

 

Ziel sei es, so der Sozialexperte, eine gute, effiziente und patientengerechte gesundheitliche Versorgung aufrechtzuerhalten und zu sichern. „Dazu braucht man gutes Personal. Wir müssen die Ausbildung forcieren und ebenso attraktiv gestalten wie die Lohn- und Arbeitsbedingungen. Dazu gehört eine bessere Vergütung, die Verbesserung der Ausstattung der Ausbildungseinrichtungen sowie eine Verbesserung der Personalbemessung. Für die SPD sind Mindestpersonalstandards als definierter Personalschlüssel wichtig, um gute Pflege zu gewährleisten und Überforderung zu vermeiden“, so der SPD-Abgeordnete. Es gehe auch um die Einhaltung von Arbeitsrecht, Arbeitsschutz und Arbeitszeit und um eine Bezahlung, von der man leben kann. Insbesondere bei der Personalgewinnung schiebe die Landesregierung leider die Verantwortung auf die Arbeitgeber, die Arbeitsverwaltung und die Jobcenter ab. Das Land Hessen müsse deshalb seine Anstrengungen dringend verstärken. „Die Altenpflege ist nicht einfach ein Markt, auf dem das freie Spiel der Kräfte Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht bringen würde. Politisches Handeln ist hier Pflicht“, so Merz abschließend.